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Erbschaftssteuer bei Gebäudeabriss


Beim Abriss eines Gebäudes, das ererbt wurde, kann Erbschaftsteuer anfallen.


Nach § 13 Abs. 1 Nr. 4c Satz 5 ErbStG fällt die Steuerbefreiung mit Wirkung für die Vergangenheit weg, wenn der Erwerber das Familienheim innerhalb von zehn Jahren nach dem Erwerb nicht mehr zu Wohnzwecken selbst nutzt, es sei denn, er ist aus zwingenden Gründen an einer Selbstnutzung zu eigenen Wohnzwecken gehindert. Solche zwingenden Gründe liegen vor, wenn objektive Gründe wie etwa Pflegebedürftigkeit oder Tod das selbständige Führen eines Haushalts in dem erworbenen Familienheim unmöglich machen.


Mängel an dem Gebäude sind keine zwingenden Gründe, sondern allenfalls nachvollziehbare Gründe, welche zur Aufgabe der Selbstnutzung führen können. Entsprechendes gilt für den Auszug des Erben aus dem Haus wegen der Mängel und den nachfolgenden Abriss des Gebäudes (vgl. Finanzgericht - FG - München, Urteil vom 22.10.2014 - 4 K 847/13). Auch die Unfähigkeit des Erben, Treppen steigen zu können, stellt keinen objektiven Grund da, der das selbständige Führen eines Haushalts in dem geerbten Familienheim unmöglich macht. Unerheblich ist auch eine mangelnde Wirtschaftlichkeit eines Umbaus oder einer Renovierung des Gebäudes.


Quelle: Finanzgericht Düsseldorf, Urteil vom 08.01.2020 - 4 K 3120/18 Erb




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