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Mietrecht


(Fussball-)Fanbegeisterung und Recht


Auf Balkon und Terrasse


Mieter können ihren Balkon grundsätzlich nach eigenem Geschmack gestalten. Dabei müssen stets baurechtliche Vorschriften, ggf. Vorgaben des Wohnungseigentumsrechts, mietvertraglich vereinbarte Rahmenbedingungen und mietrechtliche Vorgaben beachtet werden.

Fahnen, Wimpel der Nationalmannschaft oder des favorisierten Vereins dürfen aufgehängt weden. Es darf zu deren Montage aber nicht in die Bausubstanz eingegriffen werden, als das Andübeln von Fahnenträgern oder ähnliche Befestigungen sind unzulässig. Sie sind eine Sachbeschädigung des Gebäudes und sind zu unterlassen, ferner verpflichten sie zum Schadensersatz. Die Montage sollte so erfolgen, dass sie sich nach dem Anlass wieder mühelos und ohne Schaden entfernen lassen.

Weiter ist der Nachbarschutz zu beachten. Die Fahnen und andere Fanartikel dürfen nicht störend sein, z.B. die Sicht der Nachbarn oder den Lichteinfall in deren Wohnung behindern oder der Mietsache des Nachbarn Regen zuführen. Vielleicht reicht auch das Fan-T-Shirt. Ein Nachbar darf, muss aber nicht auch Fan Ihres Teams sein oder werden.


Im Garten


Im Garten gilt Ähnliches.

Im Garten darf ebenfalls „geschmückt“ werden. Auch darf man Gäste zum gemeinsamen Sportgenuss einladen. Dazu darf man auch im Garten Fernsehen schauen und gemeinsam jubeln. Aber von 22.00 Uhr bis 06.00 Uhr herrscht Nachtruhe und diese ist einzuhalten. Und nach dem Spielende ist Schluss. Danach kann man privat in eigenen Räumen nachfeiern und die Zimmerlautstärke einhalten. Öffentliches „Grölen“ ist ohnehin eine unschöne Persönlichkeitsäußerung.


Zimmervermietung an Fans


In einigen Städten gelten zeitweise Zweckentfremdungsverbote, die eine Vermietung durch Eigentümer oder Untervermietung durch Mieter an Fans untersagen. Es drohen bei Verstößen hohe Geldbußen. Bitte informieren Sie sich auf der Internetseite Ihrer Kommune und in der Ortpresse.

Mieter benötigen überdies stets eine Erlaubnis des Vermieters zur Untervermietung, auch wenn es nur einzelne Räume betrifft. Diese sollte zur Nachweisbarkeit stets schriftlich erfolgen. Es kann sonst eine Abmahnung oder Kündigung drohen.


(Unter-)Vermietung und Steuern


Alle Mieteinnahmen, auch die aus einer kurzfristigen Untervermietung an Fans, unterliegen der Steuerpflicht und sind bei der Einkommenssteuererklärung anzugeben, wenn der Gewinn über 520,00 € im Jahr liegt. Bei der Gewinnermittlung sind die darauf getätigten Ausgaben (Reinigungskosten, Inseratskosten etc.) abzusetzen. Oft lohnt dann eine Vermietung dieser Art nicht, beachtet man den Aufwand und die damit verbundenen eigenen Unannehmlichkeiten.


Stand: Juni 2024





Mietrecht